
Kompressionsstrümpfe werden zur Behandlung verschiedener Erkrankungen und Symptome eingesetzt, die auch Diabetiker betreffen können. Trotzdem galt lange die Meinung, dass Diabetiker keine Kompressionsstrümpfe tragen dürfen weil sie häufig an einer eingeschränkten arteriellen Durchblutung leiden und empfindliche Füsse haben. Da es keinen Ersatz gibt für die Kompressionstherapie, sollten auch Diabetiker davon profitieren können. Hier erfahren Sie, wann Kompressionsstrümpfe benötigt werden und wann sie tatsächlich nicht geeignet sind. Ausserdem stellen wir Ihnen die neuen Kompressionsstrümpfe für Diabetiker von Sigvaris vor.
Indikationen
Schwellungen
Schwellungen können aufgrund einer Venenschwäche, bei eingeschränkter Herz- oder Nierenfunktion, als Nebenwirkung von Medikamenten oder aus anderen Gründen auftreten. Mit Kompression lassen sich Beinödeme reduzieren, was die Versorgungssituation der Haut verbessert und Spannungsbeschwerden lindert.
Venenschwäche
Ungefähr 30% der Bevölkerung leiden an einer Venenschwäche, davon sind Diabetiker nicht ausgeschlossen. Krampfadern begünstigen Schwellungen und verschlechtern die Durchblutungssituation der Haut, was langfristig zu Verfärbungen und Veränderungen führen kann. Kompressionsstrümpfe begünstigen den venösen Blutfluss und helfen das Fortschreiten von venösen Erkrankungen vorzubeugen.
Thromboseprophylaxe
Gerinnt das Blut in den Gefässen, kann das schwerwiegenden Folgen haben. Die Gefässe werden geschädigt. Wenn sich der Thrombus löst, wird er in die Lunge transportiert und kann eine lebensgefährliche Lungenembolie verursachen. Kompressionsstrümpfe beschleunigen den venösen Blutfluss und helfen so Thrombosen vorzubeugen. Wer häufig und lange sitzt oder steht, oder auf lange Reisen geht, sollte deshalb immer eine Thromboseprophylaxe betrieben.
Gut zu wissen: Diabetiker haben ein erhöhtes Thromboserisiko, weil erhöhte Blutzuckerwerte die Gefässe schädigen. Gefässschäden wiederum sind eine häufige Ursache für Thrombosen.
Diabetic Compression Socks
Sigvaris ist weltweit führende Herstellerin von medizinischen Kompressionsstrümpfen. Damit auch Diabetiker vom grossen Know-how profitieren können, hat Sigvaris die Diabetic Compression Socks entwickelt. Sie bieten wie alle medizinischen Kompressionsstrümpfe einen kontrollierten degressiven Druckverlauf, um den venösen Blutfluss zu unterstützen und Schwellungen zu reduzieren. Der Druck ist mit 18-25 mmHg im Fesselbereich aber deutlich milder als bei klassischen Kompressionsstrümpfen, um eine allenfalls reduzierte arterielle Durchblutung nicht noch weiter einzuschränken.
Auch das Gestrick ist speziell an die Bedürfnisse von Diabetikern angepasst. Das Material reguliert die Feuchtigkeit auf der Haut, um Pilzinfektionen vorzubeugen. Weiches Vollplüsch im gesamten Fussbereich schützt vor Druckstellen. Aus dem gleichen Grund wurde im Fussbereich vollständig auf Kompression verzichtet. Die Verarbeitung erfolgt absolut nahtfrei.
Dank weisser Farbe erleichtern die Strümpfe die tägliche Kontrolle der Füsse. Allfälliges Wundwasser hinterlässt auf der Socke Spuren und wird noch während dem Tragen gesehen.
Die Diabetic Compression Socks sind nur in ausgewählten Fachgeschäften, wie z.B. bei kompressionsstruempfe.ch erhältlich.
Kontraindikationen
Absolut
- Hochgradige arterielle Durchblutungsstörungen (ABI <0.5, Zehenblutdruck <30mmHg, Knöchelarteriendruck <60 mmHg)
- dekompensierte Herzinsuffizienz
Relativ
Liegt eine der folgenden Erkrankungen vor, sollten die Kompressionsstrümpfe nur auf Anraten des Arztes und unter dessen regelmässiger Kontrolle getragen werden.
- Fortgeschrittene periphere Neuropathie
- arterielle Durchblutungsstörung (ABI zw. 0.5 und 0.8)
- ausgeprägte nässende Dermatosen
- Lymph- und Lipödem Stadium 2 oder höher
- Starkes Ödem im Fussbereich
Weitere Informationen oder Bestellmöglichkeiten für den Sigvaris Diabetic Compression Sock.


Kompressionsstrümpfe werden in verschiedenen vorkonfektionierten Grössen angeboten. Diese sind auf die Körpergrösse von Erwachsenen abgestimmt und eignen sich für Jugendliche ab ca.14 Jahren. Für kleinere Kinder und Jugendliche mit speziellen Körperformen oder sehr schlanken Beinen wird ein Kompressionsstrumpf nach Mass produziert. Dazu werden verschiedene Umfang- und Längenmasse benötigt. Das Messen ist relativ einfach, kann selbständig zu Hause durchgeführt werden und benötigt je nach Strumpfvariante ca. 10-15 Minuten. Nach ungefähr 1 Woche ist der Strumpf nach Mass fertig und wird Ihnen zugeschickt.
Kompressionsstrümpfe werden in verschiedenen Kompressionsklassen hergestellt. Während Erwachsene in der Regel die Kompressionsklasse 2 benötigen, hängt die Wahl der Klasse bei Kindern auch von Grösse und Alter ab. Bei kleinen Kindern wird oft die Kompressionsklasse 1 gewählt, weil der Druck auf die dünnen Extremitäten ansonsten als zu hoch empfunden würde. Auch das Anziehen erschwert sich bei einer zu hoch gewählten Kompressionsklasse. Gerne beraten wir Sie dazu.
Die Highlight von Sigvaris sind CES zertifiziert. Da die Strumpfgrösse anhand der Beinumfänge bestimmt wird, ist ein kontrollierter Druckverlauf und gute Wirksamkeit gewährleistet. Mit einem Fesseldruck von 15-20 mmHg ist die Kompression angenehm leicht und auch im Sommer gut zu vertragen.
Der Körper probiert bei einer
Die
Kompressionsstrümpfe der Klasse 2 oder höher gehören in der Schweiz zur Standardtherapie nach Thrombose und bei PTS. Die Strümpfe unterstützen den venösen Blutfluss. Die Filtration von Flüssigkeit ins Gewebe wird reduziert. Patienten schätzen vor allem, dass sich die Beine mit Kompressionsstrümpfen deutlich leichter anfühlen und Spannungsschmerzen reduziert werden.

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