Kompression

Kompression wird in der Medizin schon seit Jahrhunderten angewendet. Früher standen jedoch keine Kompressionsstrümpfe zur Verfügung, Bandagen wurden eingesetzt. Unten finden Sie eine Übersicht aller Artikel zum Thema Kompression:

Kompressionsstrümpfe beim Skifahren

Die Skisaison steht vor der Tür. Deshalb möchten wir Ihnen die Vorzüge von Skisocken mit Kompression vorstellen. Erfahren Sie, weshalb Skifahrer besonders von Kompressionssocken profitieren können und welche Strümpfe am besten geeignet sind.

Kompression für Skifahrer

Auch venengesunde Personen profitieren beim Sport von Kompressionsstrümpfen. Die gesteigerte Durchblutung hilft die Muskelleistung zu optimieren, weil die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung verbessert wird. Gerade beim Skifahren, kommt aber eine weitere wichtige Wirkung der Kompressionsstrümpfe zum Zug, nämlich die Muskelstabilisierung.

Muskelstabilisierung

Wenn man die Piste runter fährt, entstehen aufgrund der hohen Geschwindigkeit Vibrationen, welche die Muskeln ermüden lassen. Das elastische Gestrick von Kompressionssocken nimmt diese Kräfte auf und leitet sie vom Muskel weg. Tests unter Laborbedingungen(1) haben gezeigt, dass Muskelvibrationen mit Kompressionsstrümpfen beim Skifahren um 20-25,5% abnehmen. Die Muskeln ermüden weniger schnell. Die gut trainierten Testpersonen konnten dank der Wirkung der Kompressionsstrümpfe länger und tiefer in die Hocke gehen.

Komfort und Wärme

Spezielle für Skifahrer entwickelte Kompressionssocken vereinen die unterstützende Wirkung von Kompressionsstrümpfen und die Vorzüge von Skisocken in einem Produkt.

Kompressions-Skisocken weisen in der Regel spezielle Entlastungszonen in Bereich des Schienbeins, der Ferse und der Zehen auf, um die Füsse vor Druckstellen zu schützen. Spezielle Materialien wie Merinowolle und Mikrofasern sorgen für eine angenehme Temperatur und ein trockenes Gefühl.

Die besten Kompressionssocken für Skifahrer

CEP Merino Outdoor Progressiv+

Die speziell für Outdoor-Aktivitäten entwickelten Kompressionssocken sind mit Merinowolle und Seide verfeinert. Beide Naturmaterialien sind für eine gute Wärmeregulierung bekannt. Polsterzonen am Fuss und Knöchel verhindern unangenehme Druckstellen.

Compressport Full Sock

Die innovativen 3D-Dots von Compressport dienen der Druckentlastung im Bereich der Achillessehne, des Knöchels und des Vorfusses. Weitere Vorteile wie hochatmungsaktive Lüftungszonen oder unterstützendes Gestrick im Bereich des Fussgewölbes zeichnen diese Socken aus.

2XU Elite Compression Ski

Die Skisocken haben im Schienbeinbereich eine Protector-Zone mit zahlreichen wabenförmigen Polstern, welche vor übermässigem Druck im Skischuh schützen. Wärmendes Gestrick aus robustem 250den Garn hält die Füsse warm.

Rohner Thermal Deluxe

Wer schnell friert braucht warme Socken wie die Rohner Thermal Deluxe. Das Fünf-Faser-Gestrick mit Merinowolle, Kaschmir und Seide hält auch bei sehr tiefen Temperaturen angenehm warm. Eine Elastzone im Ristbereich, ArchStim Gestrick um das Fussgewölbe zu unterstützen oder ein weich gepolsterter Fuss sind nur einige Vorteile welche diese Rohner Socken so luxuriös machen.

Sigvaris Recovery Socks

Auch nach dem Sport kann man den Füssen noch etwas Gutes tun, mit den weichen Sigvaris Recovery Socks. Sie unterstützen die Muskulatur mit Kompression und schonen die Füsse mit sanfter Polsterung. Die Erholungsphase wird verkürzt und Muskelkater reduziert.

Wir wünschen Ihnen eine gute und unfallfreie Skisaison.


(1) Sperlich, B. et al. (2013):Is leg compression beneficial for alpine skiers?; BMC Sports Science, Medicine and Rehabilitation 2013, 5:18 doi:10.1186/2052-1847-5-18

Behandlungsmethoden bei Lymphödem

Das „dicke Bein“ oder der „dicke Arm“ sind häufig auf eine Lymphabflussstörung zurückzuführen. Das Lymphödem ist eine eiweissreiche Flüssigkeitsansammlung im Zwischenzellraum, die behandelt werden muss, um Verhärtungen des Gewebes und Folgeschäden vorzubeugen. Die Behandlung setzt sich üblicherweise aus vier Anwendungen zusammen, die regelmässig wiederholt werden und unter dem Begriff komplexe physikalische Entstauungstherapie (KPE) bekannt sind.

Die KPE

Die KPE hat das Ziel die geschwollenen Gliedmassen möglichst von dem überschüssigen Wasser zu befreien. Die Entstauung wird durch Lymphdrainage und Bewegungsübungen erreicht. Erhalten wird der entstaute Zustand mit Kompressionsstrümpfen oder Bandagen. Regelmässige Hautpflege soll die Hautgesundheit erhalten. Die vier Säulen der KPE im Überblick:

1. Lymphdrainage: Bei der Lymphdrainage werden die Lymphangione (Lymphherzen) angeregt, damit sie sich häufiger zusammenziehen und mehr Flüssigkeit aus dem Gewebe transportieren. Bei der apparativen Lymphdrainage, auch AIK, genannt, wird die Flüssigkeit ausserdem durch den Druck der Manschette aus dem Gewebe gepresst. Dank dieser Doppelwirkung können AIK Geräte eine grössere Volumenreduktion erreichen. Ideal ist eine kombinierte Anwendung von AIK und manueller Lymphdrainage.

Neben ihrer guten Wirksamkeit können AIK Geräte mit ihrer flexiblen Anwendung überzeugen. Die Behandlung kann immer dann durchgeführt werden, wenn sie für nötig erachtet wird, auch an Wochenenden, Feiertagen oder am Abend.

Mit dem wave4 hat die Schweizer Marke VASOprime das erste AIK Gerät für den Privatgebrauch auf den Markt gebracht. Handlich kleine Abmessungen und ein moderater Preis machen die AIK jetzt für jeden Privathaushalt erschwinglich. Für die Anwendung des VASOprime wave4 sind keine medizinischen oder technischen Kenntnisse notwendig, denn die Einstellung erfolgt auf einem übersichtlichen, bebilderten Touch Screen.

2. Bewegungsübungen: In der ersten Zeit der KPE wird jeder Lymphödempatient bei einer speziellen Entstauungsgymnastik angeleitet. Später können die Übungen selbständig zu Hause durchgeführt werden.

3. Kompressionsstrümpfe/ Bandagen: Ist die Lymphdrainage abgeschlossen, muss der Arm oder das Bein umgehend mit einem lymphologischen Verband oder angepassten Kompressionsstrümpfen versorgt werden, um ein erneutes Anschwellen zu verhindern. Bei der AIK können die Strümpfe in der Regel anbehalten werden.

Welche Strümpfe angewendet werden ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Rundgestrickte Strümpfe können immer dann eingesetzt werden, wenn das Gewebe nicht zu weich ist und die Schwellungen gut kontrollierbar sind. Es ist eine feste Strumpfqualität wie z.B. Venosan 7000, Juzo Dynamic, Mediven forte oder Varisan Top zu wählen, welche flach auf der Haut aufliegt und dem Druck der Schwellung entgegenwirken kann.

Flachgestrickte Strümpfe mit Naht sind bei starken, schwer kontrollierbaren Schwellungen, sehr weichem Gewebe und ausgeprägten Körperformen die richtige Wahl. Hier ist nicht immer eine teure Massanfertigung notwendig. Juzo bietet die Expert und die Expert Cotton Linie auch als vorkonfektionierte Kniestrümpfe zu günstigem Preis an.

4. Hautpflege: Verwenden Sie eine schonende, gut pflegende Creme oder Lotion. Verzichten Sie auf Parfums und Konservierungsstoffe welche die Haut belasten.

Alternative Behandlungsmöglichkeiten

Bis heute gilt das Lymphödem als unheilbar. Vielversprechende Versuche mit Transplantationen wecken Hoffnung, dass sich das in Zukunft ändern wird. Manche Patienten wenden ergänzend auch alternativmedizinische Behandlungsmethoden an.

Lymphknotentransplantation: Jüngste Versuche Lymphknoten zu transplantieren sind zwar geglückt, die Schwellungen und der Leidensdruck der Patienten konnte gelindert werden, ganz weg war das Lymphödem allerdings nicht. Ob eine derartige Verpflanzung in Frage kommt, muss in jedem Fall von einem spezialisierten Arzt individuell beurteilt werden.

Lymphgefässtransplantation: Das operative Verpflanzen von Lymphgefässen wird bei sekundären Lymphödemen und Genitallymphödemen bereits seit den 1980er Jahren angewendet. Viele Patienten sind mit dem Eingriff zufrieden und berichten von einer Linderung der Beschwerden.

Alternativmedizinische Anwendungen: Die Wirksamkeit von alternativmedizinischen Behandlungen bei Lymphödem konnten bis jetzt nicht nachgewiesen werden. Wird das Wohlbefinden des Patienten dadurch gesteigert, spricht aber nichts dagegen. Auf Behandlungen die Druck und Wärme auf das Gewebe ausüben oder die Haut verletzen ist aber in jedem Fall zu verzichten, da sie noch mehr Schaden anrichten können. Darunter fallen unter anderem Akupunktur, Akupressur, Schröpfen oder Behandlungen mit Blutegeln.

Massagen: Lymphdrainage und Massage sind nicht zu verwechseln. Während Lymphdrainagetherapeuten das Gewebe sehr sanft behandeln, üben gewöhnliche Massagen zu viel Druck aus und sind eher nicht für die Behandlung von Lymphödemen geeignet.

Das postthrombotische Syndrom

Thrombosen werden gefürchtet. Besonders bei langem Stillsitzen, in der Schwangerschaft oder nach Operationen können sie auftreten. Mit Kompressionsstrümpfen können Thrombosen wirkungsvoll vorgebeugt werden. Aber nicht immer denkt man an die Prophylaxe, oder bei Risikopatienten sind die ergriffenen Massnahmen nicht ausreichend, eine Thrombose entsteht. Ein oder mehrere Blutgerinnsel verschliessen dem venösen Blut den Weg zurück zum Herzen. Jetzt ist schnelles Handeln angesagt um schwerwiegende Komplikationen zu verhindern. Hat sich die Situation stabilisiert darf aufgeatmet werden, die Gefahr für eine Lungenembolie ist gebannt. Trotzdem kann die Therapie jetzt nicht einfach abgebrochen werden.

Ob die blutverdünnenden Medikamente abgesetzt werden können oder nicht entscheidet der Arzt anhand verschiedener Faktoren. Die Kompressionsstrümpfe sollten nach einer Thrombose aber in jedem Fall konsequent weitergetragen werden.

Durch die Thrombose wurden die Venen und Venenklappen nachhaltig geschädigt. Der Druck in den Gefässen ist deshalb konstant erhöht, das Blut staut sich. Werden weiterhin Kompressionsstrümpfe getragen, kann man die Venen unterstützen, es kommt nur in etwa 20% der Fälle zu einem postthrombotischen Syndrom (PTS). Bleiben die Beine unbehandelt entwickeln ca. 60% der Patienten ein PTS.

Symptome des postthrombotischen Syndroms

Schwere Beine und Spannungsgefühle sind oft die ersten Anzeichen eines postthrombotischen Syndroms. Später kommen Schwellungen, Hautveränderungen und Hautverfärbungen hinzu. Im schlimmsten Fall, wenn alle Symptome missachtet werden und das Bein unbehandelt bleibt kann es zu offenen Wunden kommen die nicht mehr selber abheilen (offenes Bein/ Ulcus cruris venosum). Lesen Sie hierzu unseren Bericht „Kompressionsstrümpfe bei Ulcus„.

Kompressionstherapie bremst den Verlauf

Grundsätzlich sollte ein Bein jährlich nachuntersucht werden, wenn einmal eine Thrombose aufgetreten ist. Der Arzt kann erste Symptome des PTS früh feststellen und die geeignete Therapie anordnen. Wer noch keine Kompressionsstrümpfe trägt bekommt spätestens jetzt welche verschrieben, denn die Kompressionstherapie ist der Grundpfeiler in der Behandlung von venösen Erkrankungen. Weitere Massnahmen um das Fortschreiten des PTS zu bremsen sind:

  • Regelmässige Bewegung um die Muskelpumpe zu aktivieren
  • Sitzen und Stehen möglichst vermeiden
  • ergänzende Behandlung mit apparativer intermittierender Kompression (VASOprime)
  • evtl. Venenoperation um erkrankte Gefässe auszuschalten
  • Gewichtsreduktion falls der Patient übergewichtig ist
  • Gesunder Lebensstil, Rauchen reduzieren oder aufgeben

VASOprime wave 4 AIK-Gerät


Kompressionsstrümpfe nach Thrombose

Stütz-Leggings von VIVA

Leggings sind aus der aktuellen Mode kaum wegzudenken. Sie betonen die Beine schön und können zu jeder Jahreszeit getragen werden. Einzig Stütz- und Kompressionsstrümpfe gab es bis jetzt nicht als Leggings – oder zumindest nicht mit einem wirksamen Druck. Mit den neuen Viva Leggings ändert sich das.

Die neue Stützleggings von VIVA

Die Viva Stütz-Leggings

Viva ist eine bekannte italienische Stützstrumpf Marke, die für Eleganz und Hochwertigkeit ihrer Strümpfe bekannt ist. Mit den neuen Stütz-Leggings hat Viva den Wunsch vieler Frauen erfüllt. Endlich gibt es die Unterstützung von Stützstrümpfen auch als modische Leggings. Das fein gestreifte, opake Gestrick schmeichelt dem Bein und lässt sich perfekt mit der aktuellen Mode kombinieren. Damit man mit den Leggings auch sicher eine gute Figur macht, sind spezielle Stütz-Zonen im Gesässbereich ins Gestrick eingearbeitet.

Wirkung und Komfort

Die Viva Stütz-Leggings bieten neben einer modischen Optik auch eine gute Wirkung und angenehmen Tragekomfort. Das elastische Gestrick ist aus einem feinen 70den Garn gefertigt und liegt angenehm weich auf der Haut. Dank einer leichten Kompression von 12mmHg werden die Venen unterstützt. Ist der venöse Blutfluss verbessert, fühlen sich die Beine leichter und vitaler an, auch in belastenden Situationen wie bei langem Stehen oder Sitzen.

Vorteile von Leggings

Leggings sind ein äusserst beliebtes Kleidungsstück, weil sie bequem sind und trotzdem gut aussehen. Im Vergleich zu normalen Stützstrümpfen haben die Stütz-Leggings aber noch weitere Vorteile. Die Bein können unterstütz werden und trotzdem muss nicht auf elegante Schuhe verzichtet werden. Viele Frauen tragen keine Stützstrümpfe, weil Sie damit keine Sandalen, Peep-Toes oder High Heels anziehen können. Im Sommer ist auch das Barfusslaufen mit Stützstrümpfen nicht möglich. Hier sind Stütz-Leggings die ideale Alternative. Auch für alle die grundsätzlich nicht gerne Strumpfhosen tragen gibt es mit den Stütz-Leggings endlich eine Alternative.

Gibt es auch Kompressionsstrümpfe als Leggings?

Nein, bei den Viva Leggings handelt es sich um Stützstrümpfe. Kompressionsstrümpfe sind nicht als Leggings erhältlich, weil deren Druck zu hoch ist und es allenfalls zu Schwellungen der Füsse kommen könnte. Einzige Ausnahme sind massgefertigte Flachstrickstrümpfe, die auch als Leggings oder Caprihose erhältlich sind. Hier muss aber immer gleichzeitig eine Kompressionssocke getragen werden.

Stützstrümpfe oder Kompressionsstrümpfe?

Gibt es einen Unterschied zwischen Stütz- und Kompressionsstrümpfen? Welche Strümpfe brauche ich? Werden die Stützstrümpfe massgefertigt? Diese und viele weitere Fragen rund um medizinische Strümpfe werden hier beantwortet.

Stütz- oder Kompressionsstrumpf?

Die Begriffe Stütz- und Kompressionsstrümpfe werden oft gleichbedeutend verwendet. Nicht selten kennen sogar medizinische Fachpersonen den Unterschied nicht und sprechen stets von Stützstrümpfen. Dabei gibt es bedeutende Unterschiede.

Stützstrümpfe haben eine leichte Kompression und unterstützen das Venensystem damit nur gering. Sie werden vor allem zur Vorbeugung getragen und können bei gesunden Venen Beschwerden verhindern. Wer zum Beispiel an einer Messe oder Feier lange stehen muss, hat danach müde, schwere Beine. Mit Stützstrümpfen kann diesen funktionellen Beschwerden effektiv entgegengewirkt werden. Stützstrümpfe können aus unterschiedlichem Material gefertigt sein. Für Damen gibt es sogar Varianten in transparenter Feinstrumpf-Qualität. Für Herren werden blickdichte Strümpfe, oft mit Rippmuster angeboten.

Kompressionsstrümpfe sind medizinisch wirksame Hilfsmittel bei Venenerkrankungen oder lymphatischen Schwellungen. Sie unterstützen den venösen Blutfluss in Richtung Herzen gezielt. Diese Wirkung wird durch einen kontrollierten Druckverlauf erreicht, der an der Fessel sein Maximum hat und zum Oberschenkel hin auf ca. 40% abnimmt. Anhand des Fesseldrucks werden die Strümpfe in Kompressionsklassen unterteilt. Die Kompressionsklassen sind genormt.

Kompressionsklasse 1

18-21 mmHg: Die leichteste Kompressionsklasse wird zur Vorbeugung von Beschwerden, bei Schweregefühlen oder zur Prophylaxe in der Schwangerschaft (wenn keine Krampfadern vorliegen) eingesetzt.

Kompressionsklasse 2

23-32mmHg: Die am häufigsten verschriebene Kompressionsklasse wird bei Krampfadern, in der Schwangerschaft, nach Venenoperationen, bei chronischer venöser Insuffizienz (CVI), bei Thrombosen und abgeheilten Beingeschwüren getragen.

Kompressionsklasse 3

34-46 mmHg: Der relativ feste Druck der Kompressionsklasse 3 wird nur in Ausnahmefällen benötigt. Ausgeprägte Lymphödeme, Lipödeme oder das offene Bein (Ulcus cruris venosum) sind die Indikationen für einen derartigen Strumpf.

Grössensysteme

Stütz- und Kompressionsstrümpfe unterscheiden sich auch in der Art der Grössenbestimmung. Bei den Stützstrümpfen wird die Grösse anhand von Gewicht, Körpergrösse und/oder Schuhgrösse bestimmt. Da diese Methode relativ ungenau ist, haben Stützstrümpfe auch keinen garantierten Druckverlauf.

Anders ist es bei den Kompressionsstrümpfen. Die Grösse wird durch Messen der verschiedenen Beinumfänge bestimmt. Dadurch wird garantiert, dass der Strumpf perfekt ans Bein passt und der Druck gegen oben hin kontinuierlich abnimmt. Das Messen ist relativ einfach und kann problemlos zu Hause selbstständig durchgeführt werden.

Massanfertigungen

Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Kompressionsstrümpfe immer massgefertigt werden. Die allermeisten Beinformen können mit vorkonfektionierten Stümpfen „ab der Stange“ behandelt werden. Das Messen der Beinumfänge ist dennoch unerlässlich, um die passende Konfektionsgrösse zu ermitteln.

Nur in seltenen Fällen, z.B. bei sehr starken Schwellungen oder untypischen Beinformen, ist eine Massanfertigung nötig. Deren Preis beläuft sich schnell auf ein paar Hundert Franken. Deshalb wird wenn immer möglich versucht einen vorkonfektionierten Strumpf abzugeben.

Vergütung durch die Krankenkasse

Kompressionsstrümpfe der Klasse 2 und 3 werden von der Krankenkasse vergütet, wenn eine ärztliche Verordnung vorliegt. Die Grundversicherung erstattet einen von der MiGeL Liste vorgegebenen Betrag für maximal 2 Paar Kompressionsstrümpfe pro Jahr. Strümpfe der Kompressionsklasse 1 und Stützstrümpfe werden von der Krankenkasse nicht vergütet.